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"Johann Sebastian Bach bedeutet die wahre Mitte der Musik. Sein Werk vereinigt in sich den Geist des Nordens, die Sinnenhaftigkeit des Südens, die Kraft des Ostens und die Formensicherheit des Westens". (Werner Egk, 1950)
"Musik ist für ihn Gottesdienst. Bachs Künstlertum und Persönlichkeit ruhen auf seiner Frömmigkeit. Soweit er überhaupt begriffen werden kann, wird er es von hier aus ... Für ihn verhallen die Klänge nicht, sondern steigen als ein unaussprechliches Loben zu Gott empor." (Albert Schweitzer, 1908)
"Schauen wir auf Bach, den lieben Gott der Musik, an den die Komponisten ein Gebet richten sollten, bevor sie sich an die Arbeit setzen, auf dass er sie vor Mittelmäßigkeit bewahre. Schauen wir auf sein umfangreiches Werk, in dem wir auf Schritt und Tritt Dingen begegnen, die so lebendig sind, als wären sie erst gestern entstanden, angefangen bei der kapriziösen Arabeske bis hin zu jenem religiösen Verströmen, dem wir bis jetzt nicht Besseres an die Seite stellen konnten." (Claude Debussy)
"Es ist mir, als wenn ich von ferne das Meer brausen hörte, so als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte. Ja es war mir, als wenn ich weder Ohren, am wenigsten Augen, und weiter keine übrigen Sinne besäße noch brauchte." (J.W. Goethe über J.S. Bachs Musik)
"Die Quellen werden im großen Umlauf der Zeit immer näher aneinandergerückt. Beethoven brauchte beispielsweise nicht alles zu studieren, was Mozart, Mozart nicht, was Händel, Händel nicht, was Palestrina, weil sie schon die Vorgänger in sich aufgenommen hatten. Nur aus einem wäre von allen immer von neuem zu schöpfen - aus Johann Sebastian Bach!" (Robert Schumann unter seinem Pseudonym Florestan in der "Neuen Zeitschrift für Musik")
"Wenn inmitten einer Sintflut die ganze Musik zugrunde ginge und nur die von Bach gerettet würde, so hätte man noch immer alle Elemente der Tonkunst." (Charles Gounod)
"Leidenschaft, gehärtet im Feuer der Technik, ist in dieser Musik zum tönenden Wort geworden, und auch wir Heutigen, Musiker und Nichtmusiker, spiegeln uns, identifizieren uns in diesen Klangbildern, mit dieser herben, nüchternen Sprache." (Hans Werner Henze über J.S. Bachs Musik)
"Die individuelle Gestalt (Bachs) bleibt umhüllt von den Schleiern des Geheimen, alles persönliche verschwindet hinter der Größe des Werkes, dessen Visionen unser Herz wunderbar in jene Sphäre erheben, in der wir das Unfassbare nur gläubig verehren können." (Karl Straube)
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