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Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn, als "Städtischer Gesangsverein" 1852 gegründet, kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Als Ensemble semiprofessionellen Zuschnitts ist er mit der Pfl ege des chorsinfonischen Repertoires seiner Tradition treu geblieben. Auch die Mitwirkung bei den städtischen Chorkonzerten ist wie ehedem seine Hauptaufgabe. Bis 1979 lag die Einstudierung in den Händen der Bonner Generalmusikdirektoren. Stellvertretend für deren verdienstvolle Arbeit sei Prof. Volker Wangenheim erwähnt. Aufführungen mit namhaften Gastdirigenten wie Gerd Albrecht, Gary Bertini, James Conlon, Marek Janowski, Bernhard Klee, Michael Schoenwandt und Peter Gülke gehören zu den Höhepunkten der musikalischen Arbeit des Chores.
Seit 1983 ist Thomas Neuhoff der Künstlerische Leiter. Die kontinuierliche Qualitätssteigerung des Chores unter seiner Führung ließ den Chor zu einem gefragten Ensemble im In- und Ausland werden. Konzertreisen nach Japan, England, Schweden, Belgien und Frankreich sowie Gastspiele in Hamburg, Düsseldorf und Köln geben davon Zeugnis. Darüber hinaus wirkt der Chor seit Jahren regelmäßig beim internationalen Beethovenfest Bonn mit. Neben der Pfl ege des traditionellen Repertoires erarbeitete der Chor unter der Leitung von Thomas Neuhoff selten zu hörende Chorwerke des 20. Jahrhunderts, u. a. "The Dream of Gerontius", "The Apostles" und "The Kingdom" von Edward Elgar sowie Delius‘ "Eine Messe des Lebens", aufgeführt zum 150-jährigen Gründungsjubiläum des Chores im Jahr 2002.
Zu den Höhepunkten der musikalischen Arbeit in der jüngeren Vergangenheit zählt auch die Aufführung des "War Requiems" von Benjamin Britten anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes am 8. Mai 2005 in der Beethovenhalle Bonn. Begleitend zu diesem Ereignis gestaltete der Chor ein vielbeachtetes gesellschaftspolitisches Rahmenprogramm zu den Themen "Krieg" und "Frieden" mit zahlreichen Veranstaltungen wie Filmvorführungenen, öffentlichen Diskussionen und Ausstellungen. Die Konzertsaison 2007/2008 brachte neben einem bejubelten "Messiah" unter Jos van Veldhoven auch das Wiedersehen mit zwei ehemaligen Generalmusikdirektoren: Marc Soustrot enthusiasmierte die Ausführenden und das Publikum mit der "Grande Messe des Morts" von Hector Berlioz, und Dennis Russell Davies dirigierte eine für den Philharmonischen Chor unvergessliche Dritte Sinfonie von Gustav Mahler.
Ein Höhepunkt der Saison 2008/09 war die Aufführung von Verdis "Messa da Requiem" unter der Leitung des Gastdirigenten Nello Santi. Beim Beethovenfest im September 2009 wird der Philharmonische Chor der Stadt Bonn erstmals mit dem neuen Bonner Generalmusikdirektor Stefan Blunier arbeiten, zur Aufführung gelangt dann Mahlers Achte Sinfonie.
www.philharmonischer-chor-bonn.de
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