SCHUMANNS "FAUST"

ROBERT SCHUMANN:
"Szenen aus Goethes Faust" für Soli, Chor und Orchester


Samstag, 22. Mai 2004 um 20 Uhr
Köln, Philharmonie

Ausführende:
Thomas Mohr, Bariton (Faust); Julia Borchert, Sopran (Gretchen); Georg Zeppenfeld, Bass (Mephisto); Jörg Dürmüller, Tenor (Ariel); Ingrid Schmithüsen, Sopran (Sorge); Ursula Eittinger, Alt (Schuld); Claudia Darius, Alt (Mangel)
Chor des Bach-Vereins Köln
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Kinderchor der Lukaskirche Bonn
Neue Düsseldorfer Hofmusik
Leitung: Thomas Neuhoff
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Presse-Echo

"Beklemmung im Dom" (Kölner Stadtanzeiger)
"Was Clara prohezeite, wird doch war" (Kölnische Rundschau)
"Mit dem Luftgeist Ariel in höhere Sphären" (Bonner General-Anzeiger)
"Hommage für Schumanns Faust-Szenen" (Köln-Bonner Musikchronik)
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Kurzeinführung

Der Faust-Stoff hat Robert Schumann zeitlebens in seinen Bann gezogen, und so sollte denn auch die für den gebürtigen Zwickauer ungewöhnlich lange Zeitspanne von nahezu zehn Jahren vergehen, bis seine "Szenen aus Goethes Faust" für Soli, Chor und Orchester endgültig abgeschlossen waren. Im Gegensatz zu Zeitgenossen wie Louis Spohr, Hector Berlioz oder Charles Gounod stellte Schumann dabei den metaphysischeren Stoff des zweiten Teils vom Goethe-Drama ins Zentrum.

Das Jahr 1844 markiert den Beginn seiner musikalischen Umsetzung, als mit „Fausts Verklärung“ die später dritte und abschließende Abteilung zuerst entstand. 1847 / 48 vervollständigt, gelangte jener Teil dann ein Jahr später im Rahmen der Feierlichkeiten zu Goethes 100. Geburtstag erstmals ans Ohr der Öffentlichkeit, und das gleichzeitig in Dresden, Leipzig und Weimar. Diese Simultanaufführungen motivierten Schumann, weitere Szenen des Dramas in Musik zu setzen. So entstanden innerhalb kurzer Zeit die erste, welche als einzige drei Szenen aus "Faust I" enthält (1849), sowie die zweite Abteilung (1849/50).

Nach einer Pause von drei Jahren wandte sich der als städtischer Musikdirektor in Düsseldorf tätige Sachse schließlich der Ouvertüre zu, deren Musiksprache bereits deutliche Züge von Schumanns beklemmendem Seelenzustand in diesem seinem letzten Schaffensjahr erkennen lässt. Erst 1862, also mehr als fünf Jahre nach dem Tod des nur 46 Jahre alt gewordenen Schöpfers, kam das vollständige, nun rund zweistündige Werk in Köln unter Ferdinand Hiller zur Uraufführung, über welche Clara Schumann in einem Brief an Johannes Brahms schwärmte: "Ich habe einen Genuss gehabt, wie selten in meinem Leben. Dieses Werk wird meiner Überzeugung nach noch einmal seinen Platz neben den größten Werken überhaupt einnehmen."

Mit der bevorstehenden Aufführung durch Ensembles des Raums Düsseldorf-Köln-Bonns kehrt dieses Meisterwerk wieder in die Region seiner Entstehung und Uraufführung zurück – dorthin, wo vor 160 Jahren Musikgeschichte geschrieben wurde.







"SZENEN AUS GOETHES FAUST"
von Robert Schumann


Freitag, 7.05.2004
19.30 Uhr
Aula II der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz
Einführungsvortrag zum Konzert ...

in Zusammenarbeit mit der Goethe-Gesellschaft



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