AUF FLÜGELN DES GESANGES - BEI DEN MENDELSSOHNS

"Des Sonntags Abends pflegte sich jetzt der größere Kreis im Mendelssohnschen Hause zu versammeln, der sich im Sommer halb im off enen Gartensaale, halb im parkartigen Garten einrichtete ... Hier wie im Wintersalon waren aber Clavierspiel und Gesang das Bindemitt el der Geselligkeit." (Eduard Devrient)

Abraham Mendelssohn, Vater von Fanny und Felix, rief im Jahre 1823 die so genannten "Sonntagsmusiken" ins Leben, u. a. um seinen Kindern eine Plattform zu bieten, sich einem illustren Kreis als Pianisten bzw. Komponisten vorstellen zu können. Gleichzeitig ermöglichten die allwöchentlichen Veranstaltungen die Begegnung mit einheimischen, aber auch auswärtigen Künstlern. Diese Soireen bildeten zugleich das musikalische Gegenstück zu den zahlreichen literarischen Salons, mit denen Persönlichkeiten wie Henriette Herz oder Rahel Varnhagen das kulturelle Leben im Berlin des 19. Jahrhunderts prägten.

Dieser Tradition folgt der Bach-Verein Köln in seiner Soiree mit Brieflesungen und Hausmusik für Singstimmen und Klavier von Fanny Mendelssohn Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy – jenen zeit ihres Lebens eng miteinander verbundenen Geschwistern, in deren Kompositionen sich ihr gemeinsames Lebensgefühl, nämlich die Sehnsucht nach Harmonie und Schönheit, auf wunderbare Weise offenbart.

Ausführende:
Zwei bis vier Gesangssolisten
Zwei Rezitatoren
Thomas Neuhoff als Pianist
Benötigtes Instrumentarium:
Ein Flügel oder Klavier